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Ich bleibe neutral
eine touristische Reise in den Iran und ein Erinnerungsbild
mit Ahmadinedjad von Annelise Fikentscher(Peeep-
Academie) und die darauf hin folgende Absage des
Schriftstellers Navid Kermani läßt mir keine andere Wahl
als diese beiden Veranstaltungen:
12.05.2012_ 18.30 Uhr Die Bürger von Weimar:
Anneliese Fikentscher
20.05.2012_ 20.45 Uhr
Dein Name: Navid Kermani
abzusagen.
Rahim Fathi Baran
Es ist sehr Schade und ich bitte um Ihr Verständnis
Nachdem das Theater Ssáless und Ürün in den vergangenen 20 Jahren
wiederholt einzelne Theaterprogramme auf die Bühne gebracht hatte, soll künftig
im Rahmen der neuen Reihe „Theater der Zukunft, …der Stilbühne“
im zwei-Jahre-Rhythmus, ein Theaterfestival stattfinden.
Mai 2012_2+3, als erstes
fünf-tägiges Theaterfestival in der Reihe „Theater der Zukunft, …der Stilbühne“,
versteht sich als Forum für Theatermacher in der Auseinandersetzung mit
Kunst und Gesellschaft. Der Schwerpunkt liegt auf zeitgenössischem Theater,
verbunden mit einem Workshop in
deutscher Sprache. Die Autoren, Regisseure
und Schauspieler sollen aus
verschiedenen Herkunftsländern und Deutschland stammen.
Das Schauspiel wird häufig als
„Multikulti-Theater“ bezeichnet, wenn dessen Schauspieler unterschiedliche
kulturelle Hintergründe haben. In dem Theaterfestival geht es aber nicht um
eine bestimmte kulturelle Zugehörigkeit, sondern um die postmigrantische künstlerische Suche. Vorrangig
sind Geschichten, welche die tatsächliche kulturelle Vielfalt unserer Gesellschaft
aufgreifen und Menschen mit anderem kulturellen Hintergrund als
selbstverständlichen Teil dieser begreifen. Interkulturalität bedeutet nicht,
Schauspieler und Regisseure aus anderen Ländern zu beschäftigen. Es geht
vielmehr um die Auseinandersetzung in den jeweiligen Themen mit dem Fremden an
sich und in sich in unterschiedlichen Theatergenres. In diesem Zusammenhang ist
geplant,
ein kleines Avantgardeforum zu bilden,
das wie im Spiegel verschiedene Theaterkulturen auf europäischem Boden erfahrbar
macht.
Die
Grundüberzeugung der Veranstalter für das Theaterprojekt, fußt auf der
positiven Wirkung einer gedeihlichen Kommunikation zwischen Künstlern unterschiedlicher
Nationalität, dem gegenseitigen Interesse und nicht zuletzt
auf der Vielfalt und Qualität der künstlerischen Ausdrucksform. Das
Projekt soll auch Kontakte unter den verschieden Künstlern ermöglichen und
zukunftsweisend wirken.
1.Theaterfestival
der Reihe „Theater der Zukunft, ...der Stilbühne"
Am: Mai 2012_2+3
Ausstellungshalle im Bürgerzentrum `Alte
Feuerwache´, Melchiorstr. 3, 50670 Köln
Eröffnung:
12.
05. 2012 18:00 Uhr
Vorstellung
des Festivals und Moderation Kalle Gerigk und Rahim Fathi-Baran
12.
05. 2012 18.30 Uhr
Musik: Billie Şirinoğlu
Workshop :
14:00 bis 20:00 Workshop:
Theater ohne Grenzen mit Nada Kokotoviç und Nedjo Osman
Anmeldung: NadaKokotovic 0175/ 1667462, Rahim Fathi-Baran 0163/ 4532403
Aufführungen/Premieren:
18.
05. 2012 Beginn:20.00
Uhr
Hamletmaschine. ein Theaterstück von Heiner Müller
Regisseurin
und Choreografin: Nada Kokotoviç
Es spielen: Grit Bardowicks, Katharina
Waldau, Andre Jolles, Nedjo osman
und Phuong Tuong.
Eintritt: 12 Euro,10 Euro ERM
19.
05. 2012 Beginn:20.00 Uhr
Ein
Bericht für eine Akademie.
ein Theaterstück von Franz Kafka
Regie:Thomas Goritzki
Von Stadttheater Oberhausen, Es spilt: Mohammad-Ali Behboudi
Eintritt: 12 Euro,10 Euro ERM
20.
05. 2012 Beginn:19.00 Uhr
Ich Bin
Eine Aktte. ein
Theaterstück von Gerindo Kamid Kartadinata und Filmmacher Martin
Hansen über den Einfluß der Marktwirtschaft auf das Denken und Verhalten
von Menschen.
Es spielt:
Gerindo Kamid Kartadinata
Eintritt: 12 Euro,10 Euro ERM
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Workshop 15. & 16. 05.2012
Kooperationsprojekt zwischen Theater Ssáless und Ürün und Theater TKO im des Rahmen Theaterfestivals
der Reihe Theater der Zukunft, …der Stilbühne. Das Theater Ssáless und Ürün und Theater TKO bieten
den Workshop für alle Theaterinteressierte an.
Der Workshop findet am 15. und 16.Mai 2012 in Köln statt. Teilnehmen können alle, die sich mit und ohne
Erfahrungen zu dem Thema THEATER OHNE GRENZEN sich künstlerisch ausdrücken möchten.
Die Gruppe wird aus maximal 10 Teilnehmer/innen bestehen die mittels Schauspiel- und Tanzimprovisationstechniken
an dem Thema „THEATER OHNE GRENZEN“ arbeiten werden.
Die Ergebnisse der Workshop Arbeit
fließen in die Erarbeitung einer multidisziplinären, mehrsprachigen Bühnen-Inszenierung ein. Die künstlerische
Leitung der Workshops sowie die der endgültigen Inszenierung übernimmt Nada Kokotovic.
Der Workshop bietet unter anderem:
- Ein intensives und praxisorientiertes Arbeiten.
- Eine multidisziplinäre, mehrsprachige Bühnen-Inszenierung.
- Die Teilhabe an einer zumeist nur auf politischem Wege geführten Debatte.
- Die Möglichkeit, eigene Gedanken, Meinungen und Erfahrungen darstellerisch auszudrücken.
Der Workshop findet in Köln statt am 15. und 16. Mai 2012
Der Workshop wird an beiden Tagen jeweils von 14:00 bis 20:00 Uhr stattfinden.
Die Gruppe arbeitet mittels Schauspiel- und Tanzimprovisationstechniken am Thema
„THEATER OHNE GRENZEN „.
Zur Künstlerischen Arbeit: spartenübergreifende zeitgenössische Theatertechniken (Theater, Tanz, und Improvisation,
Bewegungstraining)
Kontakt: Nada Kokotovic 0175/ 1667462 Rahim Fathi-Baran 0163/ 4532403
Preis: 50 Euro
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18.
05. 2012
20.00 Uhr
Hamletmaschine. ein Theaterstück von Heiner Müller
Regisseurin
und Choreografin: Nada Kokotoviç
Es spielen: Grit Bardowicks, Katharina
Waldau, Andre Jolles,
Nedjo
osman und
Phuong Tuong.
Die
Regisseurin und Choreografin Nada Kokotoviç inszeniert Heiner Müllers
Hamletmaschine als TanzTheaterPerformance. Drei Tänzerinnen und zwei
Schauspieler bringen in 23 Bildern assoziativ das Material von Heiner Müller
zum Ausdruck. Hamletmaschine thematisiert die Rolle des Intellektuellen in
einer Zeit des Stillstands, in der die Hoffnung auf gesellschaftliche
Entwicklung erloschen ist. Auch wenn der Wunsch nach politischem Ergreifen noch
besteht, steht er im Konflikt mit der Möglichkeit des Rückzugs ins Private, in
die Resignation. Während der stagnierende Staat, durch Hamlet, also den Mann,
repräsentiert wird, bildet Ophelia, die Frau, einen Gegensatz dazu: Es gelingt
ihr, sich in einem gewaltvollen Akt aus ihrem patriarchalen Gefängnis selbst zu
befreien. Am Ende wird aber auch sie nicht zur revolutionären, vorantreibenden
Kraft, da sie im Namen aller Unterdrückten einen Aufstand fordert, der den Tod
bedeutet.
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19. 05.
2012 20.00 Uhr
Ein
Bericht für eine Akademie.
ein Theaterstück von Franz Kafka
Regie:Thomas Goritzki
von Stadttheater Oberhausen,Es spielt: Mohammad-Ali Behboudi
Der Affe Ein Bericht für eine Akademie Rotpeter
soll vor den Herren der Akademie einen
Vortrag über sein äffisches Vorleben halten. Doch leider kann er sich an
sein Dasein als Affe gar nicht mehr erinnern.
Daher berichtet er von seinem Prozess der Menschwerdung: Dieser beginnt mit seiner brutalen Gefangennahme an der afrikanischen Goldküste. Der Affe wird von einer Jagdexpedition angeschossen, eingefangen und auf ein Schiff gebracht. Während der Schiffsüberfahrt nach Europa fristet er sein Dasein in einem engen Käfig; den Matrosen dient
er als Objekt derber Spaße. Da die Freiheit nicht wieder zu erlangen ist, sucht er nach einem Ausweg. Leben oder Tod?
Der Affe entscheidet sich für das Überleben. Rotpeter landet schließlich beim
Variete und schafft sogar den Aufstieg in die höhere Gesellschaft. Aber was hat
ihm seine Wandlung zum Menschen gebracht? Ist das nun das „zivilisierte" Leben? Und wie steht es um seine Freiheit?
Franz Kafkas Erzählung zeigt die schmerzhafte Menschwerdung einer
Kreatur und verdeutlicht das Dilemma zwischen Freiheit und menschlicher
Existenz, zwischen Natur und Kultur. Kafkas jüdische Herkunft wird hier zum
Thema: Die Wahrung von Identität und das
Scheitern der Integration durch Anpassung -das Jahrhunderte alte Dilemma von
Juden in der Diaspora. Kafkas Erzählung beschreibt aber auch das Dilemma aller Migranten in einer globalisierten
von sozialen Ungleichheiten geprägten Welt.
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20. 05.
2012 19.00 Uhr
Ich Bin Eine Aktie,Parabel über die
Marktwirtschaft
ein
Theaterstück von Gerindo Kamid Kartadinata und Filmmacher Martin Hansen
über den Einfluß der Marktwirtschaft auf das Denken und Verhalten von Menschen.
Konzept: Spiel: Gerindo Kamid
Kartadinata
Video: Martin Hansen
Regie: Luc Boyer
Es spielt:
Gerindo Kamid Kartadinata
Nach Finanzkrise und Rettungsfonds ist es
doch einmal an der Zeit, über das Thema Arbeit nachzudenken und daran zu
erinnern, dass es bei dem gleichnamigen Projekt um die Förderung
selbstbestimmten Arbeitens und Handelns geht. In dem Theaterstück "Ich bin
eine Aktie" agiert als alleiniger Darsteller Gerindo Kamid Kartadinata,
ein Absolvent der Amsterdamer Mimeschool, der das Solo auch selbst geschrieben
hat:
Das Ich - ein junger Anzugträger,
dynamisch und erfolglos. Ein Ich-AG-Unternehmer, der vom Stress zwischen
Telefon und Laptop langsam aufgefressen wird. Und Martin Hansen per
Video auf Leinwand, projiziert, lauert in seinem Nacken die Ich-eigene
Jahres-Hauptversammlung, singt das hohe Lied vom Wirtschaftswachstum - und
wartet auf Ertrag: Sechs Klone seiner Selbst, einander widersprechende und von
Kartadinata als differenzierte und groteske Typen angelegte Facetten der
eigenen Persönlichkeit, die das Ich mit unterschiedlichen
Erwartungshaltungen und gebetsmühlenartig heruntergeleierten Managementstrategien
permanent unter Druck setzen. Ich übt positives Denken und wagt sich
tollkühn an die Börse, denn Ich ist klein, übersichtlich, limitiert und
hoch motiviert. Aber seine Selbstvermarktung ist den Klonen noch nicht
kaltschnäuzig genug: "Schlanke Hierarchie" lautet das Gebot des
Siegers; die Weicheier werden aus dem Vorstand weg rationalisiert, bis nur noch
perverse Geldgeilheit regiert. Die fatalen Folgen: Ich frisst eine
Banknote, die ihm übel aufstößt - und erbricht sie wieder: Ich ist
gescheitert. Zum Schluss betreibt Ich den Totalausverkauf, prostituiert
seine Arbeitskraft und zieht buchstäblich das letzte Hemd aus. Vergebens. Ich
ist ein Ladenhüter, der den brutalen Gesetzen der Marktwirtschaft nicht
gewachsen ist.... Eine tragikomische Parabel über den Einfluss
marktwirtschaftlicher Erfordernisse auf das menschliche Denken und Verhalten.
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